Ausschreibung für einen Projektmanager im Rahmen der Umsetzung des Leaderprojektes « Elbling – regional verwurzelt: Erhalt & Aufwertung der autochthonen Rebsorte »

Projektbeschreibung

Der Elbling wird global gesehen praktisch nirgendwo anders als an der Mosel angebaut. Er könnte noch vereinzelt in der Schweizer Region bei Biel, Spiez oder Thun aufzufinden sein. Somit lässt sich sagen, dass es sich um eine typische und autochthone Rebsorte des Anbaugebietes der Luxemburger Mosel handelt, zu der auch die Weinberge an der Sauer gehören. Während der Elbling lange Zeit die wichtigste Rebsorte im Anbaugebiet der Mosel war, ist seine Anbaufläche stark zurückgegangen.

JahrAnteil an der Gesamtrebfläche in Luxemburg
197526.1%
200012.0%
20244.1%

Während der Mitgliedschaft des Großherzogtums im Zollverein vor dem 1. Weltkrieg wurde Elbling als Grundwein für Sekt angebaut. Danach wurde der Elbling meistens als Basiswein für den Alltag oder als Bistrotwein angebaut. Das Interesse der Weinkunden an diesen Weintypen ist stark zurückgegangen. Daher geht auch die Anbaufläche stark zurück. Im Jahr 2024 nimmt der Elbling nur noch 4,1 % der Weinanbaufläche Luxemburgs ein (Quelle: statistiques.public.lu). Geht dieser Trend weiter, ist der Elbling als typische und traditionelle Rebsorte vom Verschwinden bedroht.

Trotz dieser Entwicklung ist der Elbling eine zeitgemäße Rebsorte dank seines geringen Zuckergehalts. Denn durch diese interessante Eigenschaft entsteht bei der Gärung weniger Alkohol. Durch den Klimawandel tendieren viele andere Rebsorten zu einem höheren Alkoholgehalt. Doch beim Elbling bleibt selbst in warmen Jahren der Alkoholgehalt der Weine moderat. Die Weine aus Elbling passen also bestens zu dem größeren Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung und der Nachfrage nach Weinen mit niedrigerem Alkoholgehalt.

Elbling ist deshalb eine interessante Rebsorte in Zeiten vom Klimawandel – und könnte gerade für die Produktion hochwertiger Crémants, die die Luxemburger Winzer seit 35 Jahre mit wachsendem Erfolg herstellen, von größerer Bedeutung sein. Denn aus Trauben mit niedrigerem Zuckergehalt und gutem Säuregerüst lassen sich hervorragende Crémants erschaffen.

Verstärkt durch die globale Weinkrise versuchen viele Weinbaugebiete vermehrt ein eigenständiges Profil zu entwickeln. Weine aus regionaltypischen Reben sind ein wesentlicher Bestandteil eines solchen Profils. Hochwertige Elbling-Produkte könnten daher sehr interessant sein für das Profil des Luxemburger Weinbaugebiets und eine bessere Typizität seiner Weine.

Seit etlichen Jahren bemühen sich verschiedene Rebschulen, vor allem in alten Rebbeständen, Rebstöcke mit interessanten Eigenschaften auszuwählen, um diese zu vermehren. Gesucht werden Rebstöcke mit Eigenschaften die hochwertigen Weine garantieren (kleine Beeren, lockere Trauben zur Fäulnisvermeidung, ansprechender Geschmack). Diese Vorgehensweise, auch massale Selektion genannt (fr. sélection massale), soll auch die genetische Vielfalt einer Rebsorte erhalten. So werden typischerweise im Weinberg Reben von unterschiedlichen Rebstöcken gepflanzt, anstatt Reben, welche alle von einem identischen Klon stammen. Renommierte Weingüter schwören auf die „Sélection massale“.

Das Ziel des Leaderprojektes ist eine massale Selektion (Feldselektion) zur Vermehrung von qualitativ hochwertigen Rebpflanzen der Sorte Elbling durchzuführen. Bestimmte Rebstöcke mit besonders positiven Eigenschaften sollen identifiziert, dokumentiert und vermehrt werden (Traubenform: klein- oder lockerbeerig sowie Biegeindex zur Fäulnisvermeidung, Ertrag: begrenzt, Resistenz: überdurchschnittliche Gesundheit, interessantes Geschmacksprofil, Trockenstressresistenz, geringe Anfälligkeit für Sonnenbrand). Solche Rebpflanzen sind noch in alten Rebbeständen zu finden, die nicht vorwiegend aus den bekannten Klonen bestehen. Diese massale Selektion soll dann in einem Mutterweinberg vermehrt und für zukünftige Pflanzungen zur Verfügung stehen. Genetische Vielfalt und die Qualität der Rebstöcke prägen diesen Mutterweinberg.

Weitere Information können der detaillierten Projektbeschreibung entnommen werden :

Auftrageber

Slow Food Luxembourg ASBL in Zusammenarbeit mit verschiedenen Winzerbetrieben in Luxemburg
c/o René Krippes
11A rue du pont
L-6581 Rosport
comite@slowfood.lu

Projektdauer

Juli 2026 – Juni 2029

Arbeiten

Im Rahmen dieser Ausschreibung sucht der Auftraggeber einen Projektmanager für die Dauer des Projektes. Das Projektmanagement beinhaltet:

  • Das Planen und Organisieren der verschiedenen anfallenden Arbeiten
  • Das Überwachen der Fortschritte des Projektes
  • Das Organisieren von Projektmeetings und das Erstellen der Berichte
  • Erstellen einer Photodokumentation der geleisteten Arbeiten
  • Hilfestellung bei der im Projekt anstehenden Dokumentation der selektionierten Elblingvarianten
  • Das Erstellen des Zwischenberichts und des Schlussberichts des Projektes

Projektmeetings können sowohl Präsensmeetings in Luxemburg als auch Onlinemeetings sein.

Der Projektmanager berichtet dem Leitungsausschuss des Projekts und dem Auftraggeber.

Die Arbeiten sind je nach Notwendigkeit des Projektes zu errichten. Über die gesamte Projektdauer könnten ungefähr 30 Arbeitstage anfallen.

Die Abrechnung (monatlich oder vierteljährig) erfolgt nach geleistetem Aufwand auf Basis des vereinbarten Tagessatzes und Nachweis der geleisteten Stunden. Fahrtenkilometer sind im Tagessatz zu integrieren.

Kriterien für die Auswahl

Erfahrung im Bereich Projektmanagement

Sprachkenntnisse: Französisch oder Deutsch

Kenntnisse im Bereich Weinbau sind sehr hilfreich für das Verständnis der Arbeiten während des Projektes.

Englischkenntnisse sind hilfreich für die Auslandskontakte

Angebot

Das Angebot muss folgende Information beinhalten:

  • Name und Adresse des Anbieters
  • Name der Person welche die Dienste erbringen wird
  • Beschreibung der Erfahrung und Qualifikation im Bereich Projektmanagement, Sprachkenntnisse, Weinbau
  • Tagessatz mit MwST (TVA), MwST bitten separat angeben

Bitte das Angebot bis zum 7. August 2026 an folgende Adresse senden:

comite@slowfood.lu

oder

Slow Food Luxembourg ASBL
11A rue du pont
L – 6581 Rosport

Ausschreibung für einen Rebexperten im Rahmen der Umsetzung des Leaderprojektes « Elbling – regional verwurzelt: Erhalt & Aufwertung der autochthonen Rebsorte »

Projektbeschreibung

Der Elbling wird global gesehen praktisch nirgendwo anders als an der Mosel angebaut. Er könnte noch vereinzelt in der Schweizer Region bei Biel, Spiez oder Thun aufzufinden sein. Somit lässt sich sagen, dass es sich um eine typische und autochthone Rebsorte des Anbaugebietes der Luxemburger Mosel handelt, zu der auch die Weinberge an der Sauer gehören. Während der Elbling lange Zeit die wichtigste Rebsorte im Anbaugebiet der Mosel war, ist seine Anbaufläche stark zurückgegangen.

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Carlo Petrini, Founder of Slow Food, Passes Away at 76

Visionary leader behind the global movement for good, clean and fair food for all leaves an enduring legacy

Today, in the town of Bra (Italy), Carlo Petrini passed away at the age of 76.

A visionary leader and public intellectual with a profound commitment to the common good, human relationships, and the natural world, Carlo Petrini founded Slow Food, the international Terra Madre gathering, and the University of Gastronomic Sciences in Pollenzo. Through these initiatives, he brought to life a global movement rooted in the values of good, clean, and fair food for all, connecting communities, farmers, food artisans, cooks, activists, and young people across the world.

“Those who sow utopia reap reality” – a phrase Carlo Petrini loved to say – encapsulates his life. He firmly believed that dreams and visions, when they are just, capable of inspiring collective participation, and pursued with conviction, are not impossible to achieve.

He combined the ability to dream with a deep sense of joy and collective purpose, paving concrete paths toward social change. His work was always rooted in collaboration with others, especially younger generations, and guided by passion, empathy, and fraternity.

His energy, his determination, and his lifelong dedication to others will remain a guiding force for the entire Slow Food movement and for all those who shared his vision.

Article paru en premier sur le site International de Slow Food :
https://www.slowfood.com/blog-and-news/carlo-petrini-founder-of-slow-food-passes-away-at-76/

Photo: © Slow Food International

ELBLING : Le premier produit luxembourgeois a été inscrit dans l’Arche du Goût Slow Food !

L’Arche du Goût receuille des aliments de qualité à petite échelle qui font partie des cultures locales et menacés de disparition.

Pendant des siècles, Elbling a été le raisin vinifié le plus important et le plus répandu au Luxembourg. Aujourd’hui, ce cépage n’occupe que 4 % environ de la superficie viticole luxembourgeoise.

Au Luxembourg, un groupe de viticulteurs passionnés et indépendants travaille à préserver les vieux clones Elbling et à redonner au raisin sa splendeur d’antan en tant que vin de haute qualité.

Les producteurs :

  • Roeder (certifié BIO),
  • FRU par Georges Schiltz (pratiques biologiques),
  • Racines Rebelles (in organic conversion),
  • Kanecher-Gotteszorn (certifié BIO),
  • Château Pauqué,

s’engagent à élever de l’Elbling.


ELBLING: The first Luxembourg product has been inscribed in the Ark of Taste Slow Food!

The Ark of Taste collects small-scale quality productions that belong to the cultures, history and traditions of the entire planet.

For centuries, Elbling was the most important and widespread wine grape in Luxembourg. Today, this grape variety occupies only about 4% of Luxembourg’s vineyard area.

In Luxembourg, a group of passionate and independent winegrowers is working to preserve old Elbling clones and restore the grape to its former glory as a high-quality wine.

The winemakers :

  • Roeder (certifié BIO),
  • FRU par Georges Schiltz (pratiques biologiques),
  • Racines Rebelles (in organic conversion),
  • Kanecher-Gotteszorn (certifié BIO),
  • Château Pauqué,

are committed to elevating Elbling.

https://www.fondazioneslowfood.com/en/ark-of-taste-slow-food/elbling/

#FeedTheChange vom 6. bis 9. Juni!

Zwischen dem 6. und 9. Juni 2024 werden Millionen von Menschen in ganz Europa darüber entscheiden, wer sie im EU-Parlament vertreten soll. Hier bietet sich die einzigartige Chance, für eine Gute, Saubere und Faire Lebensmittelpolitik einzustehen.

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